Trojan weiht das „Labyrinth des Lebens“

Wegstrecke beträgt 274 Meter einfach mit 28 Kehren oder Wendungen

Von Josef Schneider

Ellwangen-Schönenberg (sj) - „Vertrau dem Weg, der vor Dir liegt!“ Wer das „Labyrinth des Lebens“ mit seinen neun Ringen vor dem Westflügel der Schönenbergkirche betritt, hat sich für den eigenen Weg entschieden. Schönenbergpfarrer Pater Tadeusz Trojan hat das Rasenlabyrinth geweiht.

„Unser Leben ist wie ein Labyrinth, immer wieder müssen wir umkehren, um zur Mitte, um ans Ziel zu gelangen“, sagte Pater Trojan im Gottesdienst, den er gemeinsam mit Pater Ludwig Götz von der Landpastoral zelebrierte. Jeder sei in sein eigenes Labyrinth des Lebens gestellt.

Schwester Johanna Stocker, Noviziatsleiterin bei der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal, führte in das Labyrinth ein und knüpfte an das Gleichnis vom Sämann an. „Am Ende des Weges wartet die Mitte“, sagte die ehemalige Gemeindereferentin der Seelsorgeeinheit Pater Philipp Jeningen. Der Weg wieder hinaus sei ein stiller, geduldiger Weg, ein Weg in den Alltag. „Setzt eure Talente, Fähigkeiten ein für das Leben, für die Welt!“, ermutigte die Ordensfrau die Anwesenden: Die Zeit im Labyrinth sei „Himmelszeit“. Die Mitte sei Lebenskraft. In jedem Lebenslauf gebe es einen verborgenen roten Faden, den es zu entdecken gelte.

Nach dem Gottesdienst segnete Trojan das Labyrinth. Er dankte der Initiative um Rudolf Drasch, Ernst Wagner, Gebhard Ziegler, Edeltraud Ladenburger, Pater Ludwig Götz und Schwester Johanna. Das Labyrinth ist beeindruckend. Die 201 Quadratmeter große Rundfläche hat einen Durchmesser von 16 Metern. Die neun Ringe (der äußerste hat eine Länge von 50, der innerste von 9,5 Metern) wurden leicht ausgehoben und mit fast sechs Kubikmeter Sägemehl gefüllt.

Der Weg vom Eingang des Schönenberger Rasenlabyrinths bis zum Ziel und wieder zurück ist 548 Meter lang. Das Labyrinth hat 28 Kehren oder Wendungen. In der Mitte liegt ein Granit, der eine Tonne schwer ist.

Zum Labyrinth liegt am Schriftenstand in der Schönenbergkirche ein Flyer in Deutsch und in Englisch aus. Am Labyrinth selbst wird an einer Tafel auf das Wichtigste hingewiesen.

 

SZOn 13-07-2014, Ostalb/Ellwangen 

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